30. Juni 2017: bundesweite Aktion im Rahmen der Kampagne „Sexarbeit ist Arbeit. Respekt!“

www.sexarbeit-ist-arbeit.de

In Düsseldorf, Essen, Hannover, Dresden, Hamburg und Berlin wird zeitgleich protestiert gegen das am 01. Juli in Kraft tretende ProstSchG.
Berlin:

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: F. Strack


02. Juni 2017:
Einladung zur Vorstellung der Kampagne
SEXARBEIT IST ARBEIT. RESPEKT!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie hiermit herzlich zur Vorstellung unserer Kampagne Sexarbeit ist Arbeit. Respekt! ein.

Wir starten eine Kampagne für die Menschenrechte der Sexarbeiter*innen und fordern die Rücknahme des Prostituiertenschutzgesetzes, da die geplanten Maßnahmen Sexarbeiter*innen nicht schützen, sondern kontrollieren.

Ziel unserer Kampagne ist es, aktuell die Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes in Ländern und Kommunen zu beeinflussen, mittelfristig weitere Gesetzesverschärfungen zu verhindern und langfristig für die Gleichstellung von Sexarbeit mit anderen Erwerbstätigkeiten zu kämpfen. Gleichzeitig wehren wir uns als Feministinnen gegen den allgemeinen gesellschaftlichen Backlash.

Die geplanten Aktivitäten und Maßnahmen der Kampagne möchten wir Ihnen in unserer Pressekonferenz am 2. Juni, dem internationalen Hurentag, vorstellen und würden uns über Ihr Erscheinen sehr freuen.

Die Pressekonferenz findet statt am

  1. Juni 2017 um 11.00 Uhr

      im HUZUR  Nachbarschaftstreffpunkt Bülowstraße 94/ Ecke Frobenstraße, 10783 Berlin.

 PROGRAMM | ABLAUF

Wir haben Vertreter*innen der Sexarbeit, Sozialarbeit sowie feministische Aktivistinnen als Teilnehmerinnen eingeladen, die in knappen Statements ihre Positionen sowie das Kampagnenkonzept vorstellen.

  • Astrid Gabb, Leiterin der Fachberatungsstelle „Madonna e.V.“, Bochum
  • Margarete von Galen, Fachanwältin für Strafrecht, Berlin
  • Emy Fem, Sexarbeiterin und Aktivistin
  • Stephanie Klee, Sexarbeiterin und für die Kampagne/move e.V.
  • Stefanie Lohaus, Journalistin, Mitgründerin und –herausgeberin Missy Magazine
  • Josefa Nereus, Callgirl und BesD
  • Dr. Kathrin Schrader, University of Applied Sciences Frankfurt , Vorstand von ragazza e.V.
  • Magrit Miosga, Journalistin und Moderatorin der Pressekonferenz.

WER WIR SIND

Wir sind ein Netzwerk von Sexarbeiter*innen, feministischen Aktivist*innen und Sozialarbeiterinnen, die sich für die Rechte von Sexarbeiter*innen einsetzen.

V.i.S.d.P.              Stephanie Klee, move e.V.   – Tel. 0174-9199246

KAMPAGNE Sexarbeit ist Arbeit. Respekt!  c/o move e. V. Ÿ Wilhelmine-Gemberg-Weg 12 Ÿ 10179 Berlin
www.sexarbeit-ist-arbeit.de Ÿ info@sexarbeit-ist-arbeit.de

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Eine fantastische Demo liegt hinter uns – mit mehr als 10.000 Demonstrant*innen und einem eigenen Huren-Block. Während der Demo erklärten wir:

Liebe Feminist*innen,

Heute am 8. März sprechen wir über viele Themen. Wir sprechen über politische Veränderungen, die uns wütend machen, Rechte, die wir einfordern und Kämpfe, die wir das ganze Jahr über ausfechten.
Wir tun das in unserem Alltag und unseren Berufen, mit unterschiedlichen Hintergründen und aus unterschiedlichen Gründen.

Es ist wichtig, diese Kämpfe in ihrer jeweiligen Spezifik wahrzunehmen, es ist aber auch wichtig uns aufeinander zu beziehen. Wir müssen versuchen, Schnittstellen und Gemeinsamkeiten zu finden um gemeinsam für ein gutes Leben für uns alle zu streiten.

Der Deutsche Bundestag hat letztes Jahr das sogenannte Prostituiertenschutzgesetz verabschiedet. Es tritt am 01. Juli diesen Jahres in Kraft.
Das Gesetz wird uns immer als Schutz von Prostituierten verkauft.
Aber dieses Gesetz dient nicht unserem Schutz! Im Gegenteil: Wir werden in unseren Menschen- und Grundrechten beschränkt.

Das Gesetz nimmt uns die Verfügung über unsere Körper.
Wir sollen registriert und überwacht werden, unsere Körper staatlich kontrolliert.

Die Regierung glaubt, dass wir zu Beratung und sogenannter Unterstützung gezwungen werden müssen.

Doch das Gesetz setzt uns erheblichen Gefahren aus:
Die Registrierung bedeutet, dass wir als Prostituierte registriert sind, dass eine Hurenkartei wieder eingeführt wird. Die Gefahr, dass wir geoutet werden, wächst dadurch enorm.

Die Regierung sagt, dass viele von uns unter prekären Bedingungen arbeiten, als sogenannte „Armuts- und Zwangsprostituierte“, als Opfer, die gerettet werden müssen.

Die Regieurng hat Recht damit, dass viele von uns, insbesondere Migrant*innen, transidente Sexarbeiter*innen und Sexarbeiter*innen in schwierigen sozialen Situationen, marginalisiert sind. Es stimmt, dass viele von  uns sehr wenig verdienen, dass wir oftmals ausgebeutet werden und wenig Auswahl haben, wie wir arbeiten wollen.

Aber: Was hilft es uns, wenn wir bei der Ausübung dieser Arbeit kriminalisiert werden? Wenn wir überwacht und kontrolliert werden? Inwiefern sollte das unsere Arbeitsbedingungen verbessern? Wie soll das unsere Chancen auf andere Arbeit erhöhen? Und wie kann so Respekt vor unserem Beruf entstehen?

Das Gesetz gefährdet kleine, selbstverwaltete Bordelle mit guten Arbeitsbedingungen – Schutz sieht anders aus!

Das Gesetz macht die Behörden und auch die Betreiber zu Kontrollorganen uns gegenüber! Das ist paternalistisch und das hilft nicht der Stärkung unserer Selbstbestimmung- im Gegenteil!

Die Registrierung gefährdet unsere Anonymität, die wir zu unserem Schutz brauchen.

Die Erhöhung des Hurenstigmas erschwert es uns, einen anderen Job zu finden, unsere Arbeitsverhältnisse zu verbessern und an der Gesellschaft teilzuhaben.

Viele von uns würden auch in einem anderen Beruf arbeiten, wenn die nicht auch alle so scheiße wären! Aber solange wir keine anderen, besseren Jobs haben, müssen wir unseren Lebensunterhalt trotzdem verdienen. Wenn wir durch die Registrierung geoutet werden, gefährdet das unsere Chance auf einen anderen Job.

Dieses Gesetz ist eine umfassende Entmündigung!
Wir brauchen keinen vermeintlichen Schutz, wir brauchen Rechte.

Wir verlangen die Entkriminalisierung der Prostitution.
Wir wollen soziale Absicherung statt Kontrolle!
Wir verlangen Bewegungsfreiheit
Wir wollen frei, sicher und legal arbeiten!
Wir wollen die gleichen Rechte wie andere Erwerbstätige auch!
Wir brauche keine Erlaubnis der Regierung, um zu arbeiten.
Stattdessen brauchen wir bezahlbare Wohnungen und ein legales Aufenthalts- und Arbeitsrecht für Migrant*innen, egal aus welchen Gründen sie nach Deutschland migrieren!
Und wir brauchen eine Gesellschaft, die uns und unsere Arbeit respektiert!

Das sogenannte Prostituiertenschutzgesetz ist unserer Meinung nach auch Ausdruck einer Politik, die im Zuge eines wertekonservativen Rollbacks der letzten Jahre versucht, immer mehr Einfluss auf unsere sexuelle Selbstbestimmung zu gewinnen.

Die CDU/CSU, die das Gesetz im letzten Jahr durchgepeitscht hat, steht in ihren Ansichten über körperliche Selbstbestimmung und Sexualität nahe bei der antifeministischen, nationalkonservativen Familienpolitik der AfD oder der christlich- fundamentalistischen Lebensschutzbewegung, die in regelmäßigen Abständen Abtreibungsverbote fordert.

Geschützt wird hier in erster Linie eines: Die ewig heilige Kleinfamilie, die im Sprech vieler rechtskonservativer Kräfte auch dem Erhalt der Nation dient und klassischerweise aus Mutter, Vater und Kind besteht.

Sexualität wird also zum Teil immer noch verhandelt, als wäre sie zuallererst zu Reproduktionszwecken gedacht und müsse sich in den Bahnen schnöder heteronormativer Vorstellungen von  Liebe und Familie bewegen.

Alles, was nicht in dieses Schemata passt, wird dann schnell als von der Norm abweichend verhandelt und dementsprechend aus gesellschaftlichen Auseinandersetzungen ausgeschlossen. Das gilt für Sexarbeiter*innen, denen oft eine eigene Stimme abgesprochen, und die stattdessen mystifiziert werden. Das gilt aber auch für andere Formen von Sexualität oder alternativen Familienentwürfen, die nicht in dieses heteronormative Weltbild passen.

Wir wollen unsere Sexualität so ausleben, wie wir es für richtig halten, egal ob sie nun Teil unseres Berufsalltags ist oder nicht. Das Recht auf körperliche Selbstbestimmung gehört für uns zu einem guten Leben für alle dazu und ist ein wichtiger Überscheidungspunkt in unseren Kämpfen gegen patriarchale Machtverhältnisse.

Wir wollen nicht ausschließen, dass viele Sexarbeiter*innen ganz bestimmt unter schlechten Bedingungen arbeiten müssen. Aber mal im Ernst: Wir verkaufen alle jeden Tag unsere Arbeitskraft und vor allem Frauen*  tun das oft unter beschissenen Voraussetzungen und vor dem Hintergrund von Doppelbelastung und prekären Arbeitsbedingungen!
Gerade deswegen ist es umso wichtiger dass wir uns aufeinander beziehen und heute, wie auch den Rest des Jahres für einen solidarischen Feminismus streiten, der uns gemeinsame Bezugspunkte finden lässt!
Wir wünschen euch allen einen kämpferischen 08. März und noch ganz viel Spaß auf der Demo!

Rede des Aktionsbündnisses Berliner Huren + IL während der Demo

Hurenblock auf der Frauen*Kampftagsdemo

Feministische Kämpfe sind unsere Kämpfe und unser Kampf für Rechte und Entkriminalisierung ist ein feministischer Kampf.

Am 8. März, dem Internationalen Frauen*kampftag bilden wir Sexarbeiter*innen, Unterstützter_innen und Freund*innen einen eigenen Huren*block, um unsere Positionen sichtbar zu vertreten.

Wir gehen beim “Make Feminism a threat again”-Block. Die uns auch gegen potentielle Aggressionen seitens ProstitutionsgegnerInnen schützen.

Die Kundgebung beginnt um 17 Uhr am Hermannplatz. Um 18 Uhr gehts los zum Oranienplatz.

Gerne im Rahmen der Witterungsbedingungen bunt und sexy kleiden.

Treffpunkt: Ecke Hermannplatz/ Urbanstraße

Demoaufruf
– mit der Positionierung „gegen Gesetze die Sexarbeiter*innen diskriminieren kämpfen zu wollen“ -:

Feminismus  heißt ein gutes Leben für alle!

Wir wollen eine Gesellschaft, die Vielfalt als Bereicherung empfindet und in der jede*r glücklich werden kann. Wir wollen eine gewaltfreie Gesellschaft, in der niemand erniedrigt und verachtet wird und in der jede*r Platz hat und niemand fragt, woher er*sie kommt. Das bedeutet für uns, dass wir die kapitalistischen und patriarchalen Verhältnisse radikal ändern müssen, damit wir selbstbestimmt und frei leben, lieben und arbeiten  können.

Feminismus
heißt gleiche Rechte für alle!

Im Kapitalismus sind Arbeit und Reichtum ungleich verteilt. Erwerbslosigkeit, Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit, Minilöhne und Altersarmut sind nur einige Symptome dieses Gesellschaftssystems, in dem besonders Frauen* benachteiligt sind. Sie leisten den Großteil der schlecht oder gar nicht bezahlten Erziehungs-, Pflege- und Sorgearbeit zu Hause und in der Gesellschaft.

Die strukturellen Geschlechterverhältnisse werden im Privaten, in der Arbeitswelt und der Wirtschaft sichtbar und schlagen sich im Alltag durch sexistische Machtverhältnisse und sexualisierte Gewalt nieder. Immer noch gilt das Familienmodell Mutter, Vater, Kind als ausschließliches gesellschaftliches Ideal, in dem frau funktionieren soll. Menschen, die sich nicht den Kategorien Mann* und Frau* zuordnen wollen, wie Trans*- und Inter-Menschen, werden als „unnormal“ diskriminiert und gewalttätig angegriffen.

Wir wehren uns gegen jede Gewalt, die insbesondere Frauen*,  LGBTQI* (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*-, Inter- und queere Menschen)  und People of Color betrifft. Wir wehren uns gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Wir kämpfen gegen  Nationalismus und rassistische Alltagspolitik,  gegen alle Gesetze zur Entrechtung von Geflüchteten,  gegen die Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und  gegen Gesetze, die Sexarbeiter*innen diskriminieren.

Feminismus  heißt Widerstand!

In Europa und weltweit erstarken die alten und neuen Rechten. In Deutschland haben sie  einen parlamentarischen Arm in der AfD gefunden.

Durch Deutschland und Europa zieht sich ein national-konservativer Backlash,  wodurch es immer wieder zu Angriffen auf Frauen*rechte kommt. Das bereits Erkämpfte wird immer wieder bedroht.

Antifeminismus, Kampf gegen Gleichstellung und Rassismus sind gemeinsamer Nenner der neuen und alten Rechten und fester Bestandteil von konservativer bis hin zu rechtsradikaler Ideologie. All das dient dazu, traditionelle Vorstellungen von Familie, Geschlechterbildern und Lebensentwürfen zu verfestigen.

Rassistische Alltagspolitik wie Racial Profiling geht Hand in Hand mit der Verschärfung des Asylrechts und tödlicher Grenzpolitik europäischer Regierungen. Gleichzeitig nehmen auch Angriffe der Rechtsradikalen auf Gewerkschaftsorganisationen zu.

Wir Feminist*innen treten diesem Rechtsruck in all unseren Lebensbereichen kämpferisch entgegen und solidarisieren uns mit den weltweiten Kämpfen von Frauen* für Selbstbestimmung und bessere Arbeitsbedingungen.

Gemeinsam für einen feministischen Internationalismus!

Heraus zur Demo am Mittwoch, den 8. März!

Berlin | Hermannplatz | Auftakt: 17.00 Uhr | Demo: 18.00 Uhr

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Noch immer sind Sexarbeiter*innen überall auf der Welt Gewalt und Willkür ausgesetzt, sowohl von Privatpersonen, als auch von Institutionen. Hier gilt es, in nationalen als auch internationalen Zusammenhängen gemeinsam dagegen zu kämpfen und auf Missstände hinzuweisen.

Nun wurde der Tag zum 13. Mal begangen. Das erste Mal wurde er von SWOP USA ausgerufen. SWOP ist das Sex Worker Outreach Project und vor allem in Seatle aktiv. In den USA ist Sexarbeit vollständig kriminalisiert und Sexarbeiter*innen sind ständig dem Risiko ausgesetzt, statt einem Kunden einem Undercover-Polizisten gegenüber zu sitzen, der sie überführt und ins Gefängnis bringt. Das verunmöglicht offene Verhandlungen über Preis und Service.

In Norwegen stieg Gewalt gegen Sexarbeiter*innen nach der Einführung der Freierbestrafung 2009 um 50 % an.

Dieses Jahr wurde in Deutschland das sog. ProstituiertenSchutzGesetz verabschiedet. Die Idee ist, dass Kontrollen und Zwangsberatungen Sexarbeiter*innen vor Gewalt und Ausbeutung schützen sollten. Dabei übt das Gesetz strukturelle Gewalt aus und wird einige Sexarbeiter*innen noch vulnerabler machen.

Eine Gruppe Berliner Sexarbeiter*innen rief auf, sich am Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Sexarbeiter*innen, solidarisch mit Sexarbeiter*innen zu zeigen, und an ihrem Protest und Gedenken teilzunehmen.

Forderungen:
Beendigung von Kriminalisierung.
Beendigung von Stigmatisierung.
Beendigung von Gewalt gegen Sexarbeiter*innen
…… gegen Rechte.



Weitere Informationen zum Gedenktag: http://www.december17.org/

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Das neue ProstSchG – wie viel Schutz ist wirklich drin?
Kritische Sexarbeiter*Innen beziehen Stellung

Dieses Jahr verabschiedete die Große Koalition das sogenannte Prostitutionsschutzgesetz. Ab dem 1. Juli 2017 soll es in Kraft treten und enthält mehrere Neuerungen, wie z.B. den Anmeldezwang, verpflichtende Gesundheitsberatungen und einige Maßgaben an Bordelle. Doch inwiefern bietet es den Sexarbeiter*Innen Schutz und oder verbessert ihre Arbeitsbedingungen? Und sollte das überhaupt der Sinn sein?

Die Geschichte der Sexarbeit zeugt von Stigmatisierung und Ausgrenzung, sowie Eingriffen durch den Staat und seine Organe. Beispielsweise erhielten die Sexarbeiter*Innen erst 2002 durch das Prostitutionsgesetz die Möglichkeit, ihren Lohn überhaupt rechtlich geltend machen zu können, da das Geschäft mit den Freiern bis dahin als sittenwidrig eingestuft wurde. Doch von einer gesellschaftlichen Anerkennung als Arbeit sind wir auch heute noch weit entfernt.

Was in der öffentlichen Debatte meist fehlt, ist die Perspektive der Sexarbeiter*Innen selbst!

Deswegen möchten wir, die kritischen Jurist*Innen der Uni Potsdam, eine Möglichkeit bieten, eine Diskussion über das Gesetz und die Sexarbeit an sich mit den Menschen zu führen, für die sie zur Lebensrealität gehört, und nicht über ihren Kopf hinweg. Der „Move e.V. – Verein für Bildung und Kommunikation in der Sexarbeit“ wird von den Arbeiter*Innen selbst organisiert und versucht, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dafür berät er, ist Träger des Profis-Projektes und leistet Öffentlichkeitsarbeit, in deren Rahmen die Referent*Innen uns über den Zusammenhang von Care- und Sexarbeit sowie Rassismus aufklären werden.

15.12.2016, 19.30 Uhr
Ort: Potsdam (Babelsberg), Juristische Fakultät Uni Potsdam, Campus Griebnitzsee,  Hörsaal 01 oder 02
mit Do Lindenberg und Stephanie Klee vom Verein move e. V.

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Zwei Demo-Blöcke treten an gegen die AbtreibungsgegnerInnen – sog. Lebensschützer:

  • Bündnis What-the-fuck!?: „Euer Schweigen könnt Ihr Euch schenken. Lieber Feminismus feiern!“
    Treffpunkt: 12 Uhr, Anhalter Bahnhof
  • Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung: „Mein Körper – Meine Verantwortung – Meine Entscheidung“
    Treffpunkt: 13.30 Uhr, Brandenburger Tor

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Stoppt ProstSchG!

anlässlich der 2. + 3. Lesung
TOP 18

Die Bundestagsabgeordneten wollen das ProstSchG – trotz aller Kritik und Verstöße gegen u. a.  grundgesetzlich verbriefte Rechte – durchsetzen.

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Blog 155

 

 

 

 

 

Blog 156

 

 

 

 

 

 

Blog 161

 

 

 

 

 

 

 

Ausführliche Infos + Presseberichte: www.highlights-berlin.de/blog


 

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Der Bundesrat diskutiert – unter TOP 11 – das ProstSchG und die von seinen Ausschüssen vorgelegten Empfehlungen, wonach u. a. die Zustimmungspflichtigkeit des Gesetzes eingefordert wird und die Streichung sämtlicher Anmelderegelungen für Sexarbeiter_innen.

Offener Brief des Bündnisses aus Verbänden, NGO`s und Aktivistinnen: Bundesrat_BriefBündnis__ProstSchG

Offener Brief des BSD e. V.: Bundesrat13.05.16

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Einladung zur Veranstaltung „Alles nur Luft und Liebe?“ – Sorgearbeit: Sexarbeit und Pflege – Statements & Performances
in der Werkstatt der Kulturen, Clubbühne Wissmannstr.32, Neukölln
Donnerstag, 21.April 2016 um 19:30 – 22 Uhr

Care – Umsorgt werden, Wohlfühlen, Genuß. Care- oder Sorgearbeit ist eine Arbeit mit ethischem Anspruch. Das Wohl der Anderen im Blick, geht es um mehr als nur das Versorgtwerden, der Wunsch heißt, sich wohlfühlen und sogar genießen. Denn Leben ist mehr als Weiterleben: Zufriedenheit, Entspannung, Freude.
Doch wie sieht es für die Menschen aus, die diese Arbeit verrichten? Oft fehlt es an Wertschätzung der Arbeit, guten Arbeitsbedingungen und angemessener Bezahlung in der Sorgearbeit. Unter welchen Bedingungen finden diese Arbeiten statt?

Mit Rap, Spoken Word und im Gespräch werden Einblicke in die Arbeitswelt der häuslichen 24-Stunden-Pflege und in der Sexarbeit präsentiert.

Das was gesellschaftlich, traditionell abgewertet, als Frauen*arbeit kostenlos und aus Liebe erbracht werden soll, holen wir aus der Unsichtbarkeit auf die Bühne.

Auf dem Podium:
Sarah Schilliger (Soziologin), unterstützt als Aktivistin das Respekt-Netzwerk, Schweiz, 24-Stunden-Betreuerinnen in Privathaushalten (http://respekt-vpod.ch/),
Stephanie Klee, Sexarbeiterin/move.e.V., Bildung und Kommunikation in der Sexarbeit (move-ev.org/),
„Idref“ der rappende Altenpfleger aus Paderborn,
Mathias Düring, Intensivfachpfleger und Student, Spoken Word,
Emy Fem + Kay Garnellen, SexarbeiterInnen aus Berlin mit einer Performance

Netzwerk Care Revolution www.care-revolution.org

Pressebericht zur Veranstaltung: http://missy-magazine.de/2016/05/01/alles-nur-luft-und-liebe/

Eindrücke von der Veranstaltung:
Alles nur Luft und Liebe 017

 

 

Alles nur Luft und Liebe

 

 

 

 

 

 

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Alles nur Luft und Liebe 010

 

 

 

 

 

 

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Einladung zur Veranstaltung –  31. 03. 2016, Buchladen Sputnik/Potsdam:

Solidarität mit Sexarbeiter_innen - 31. 03. 2016

Solidarität mit Sexarbeiter_innen – 31. 03. 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Einladung Solidaritaet mit Sexarbeiter_innen 10.03.16

 


 

 

 

 

 

 

 

10. 03. 2016, 20.00 Uhr: Cafe Cralle, Hochstädter Str. 10a, Berlin-Wedding

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Sexworkers rights are human rights – gegen Transphobie, Stigma und Diskriminierung

splash_1aWir Sexarbeiter_innen und Sympathisant_innen unterstützen den Aufruf zur bundesweiten Demo zum Internationalen Frauen*Kampftag. Wir werden – in der Tradition des Internationalen Frauentages – in einem eigenen starken Block bei der Demo dabei sein und unsere Forderungen vertreten:

– unser Recht auf sexuelle Selbstbestimmung – wir bestimmen mit wem wir Sex haben und welchen Sex wir haben und ob wir dies kostenfrei oder für Geld tun,

– für unser Grundrecht auf Arbeit wie andere Selbstständige und freie Erwerbstätige auch,

– gegen weitere Diskriminierung und Stigmatisierung und gegen eine breite staatliche Registrierung von Sexarbeiter_innen mit PFLICHT-Beratungen,

– gegen unsere TOTAL-Überwachung und den fehlenden Datenschutz.

Wir fordern Rechte, Respekt, Empowerment und Professionalisierung.

Video-Aufruf

 

 

 

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