Projekte

Einzel-Projekte sind das zweite Standbein von move. Hier werden Teilaspekte der Sexbranche in den Fokus gerückt. Kreativ soll der Branche zu einer realitätsgetreueren Präsentation verholfen werden. Außerdem sollen Brücken geschlagen werden zu verschiedenen Bereichen der Gesellschaft.

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queer-feministischer Care Revolution – Aktionstag im Rahmen der dezentralen Blockupy-Aktionswoche

Sonntag, 18.05.2014, 12-18 Uhr Lausitzer Platz, Berlin

PROGRAMM

Beginn 12:00 Uhr

Kundgebungsbeiträge von:

Hebammen-Proteste: Der drohende Verlust der Haftpflichtversicherung für Hebammen gefährdet den Erhalt des Hebammenberufs. Es fehlt eine politische Regelung, die der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird!

Care-Lücken: Gesundheitsversorgung bei Schwangerschaft und Geburt weist

Finanzierungs- und Versorgungslücken für behinderte Frauen und Frauen ohne Papiere auf. Es spricht BALANCE Schwangerschaftsberatungstelle.

Wer lebt mit wem? Warum? Und wie? – das selbstorganisierte Sommercamp für Kinder, Jugendliche, deren Hauptbezugspersonen, Eltern, Co-Eltern, (Wahl-)Verwandte, Mitbewohner_innen, Freund_innen, Menschen mit und ohne Verantwortung für Kinder und für alle anderen Interessierten!
(www.wer-lebt-mit-wem.de, Camp vom 15.-20.August 2014 in Escherode bei Kassel)

Gesundheitsversorgung von Obdachlosen und institutioneller Ausgrenzung: Ein Care-Arbeiter spricht über Versorgungslücken und wie sie System haben.

ca. 13 Uhr

Kundgebungsbeitrag: Zur Situation der Care-Arbeit in der Persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung und wie Verbesserungen erstritten werden können, es

spricht: ver.di-Betriebsgruppe bei den Berliner Assistenzbetrieben und Unabhängige Arbeitnehmer_innenvertretung in der Persönlichen Assistenz

ca. 13:30-14:15 Uhr

Talkrunde Gesundheit mit Kirsten Schubert, Vorstandsmitglied, Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte e.V.

ca. 14:15-15:00 Uhr

Workshop: Die Freiheit nehm `ich mir … Sexualität leben – wider die Moral

Moderation: Matthias Vernaldi + Stephanie Klee, move e.V. Berlin Selbstbestimmte Sexualität ist ein Menschenrecht und birgt Ressourcen für das tägliche Leben. Gleichzeitig normieren gesellschaftliche Moralvorstellungen den Umgang mit Körpern und Sexualität. Dagegen wehren sich Menschen die ihre sexuellen Rechte einfordern und Menschen, die sich gegen Diskriminierung wehren sowie Sexarbeiter_innen, die für Rechte und Freiheiten für ihre Arbeit kämpfen.

ca. 15:00 – 16:00 Uhr

Alternative Wohnkonzepte: Jung und Alt, Kollektiv, Feministisch Gisela Notz Historikerin, Feministin und Autorin spricht über die Entwicklung kollektiver Wohnformen (z.B. Beginenhöfe) und über Geschlechterrollen in Pflege und Sorge. (30 min. Input mit anschließender Diskussion.)

16:00-17:00 Uhr

Stadtspaziergang: Zu Fuß werden wir verschiedene Ort besuchen und Interessantes zu couragierten Frauen, feministischen Kämpfen und zur Berliner Geschichte erfahren.

Die Tour dauert ca. 1 Stunde und endet am Oranienplatz zwischen U-Bahnhof Moritzplatz und Kottbusser Tor.

Von Andrea Heubach von FRAUENTOUREN

(An dem Stadtrundgang können all gender, also alle Geschlechter teilnehmen.)

ca. 16:00-17:00 Uhr

Workshop: „Kinder in Ruhe lassen“ Wie kann ein Zusammenleben mit Kindern Machtungleichheiten zwischen Alt und Jung

(Adultismus) entgegenwirken und wie gehen wir mit Geschlechterrollenzuweisungen um und schaffen Räume für queere Lebensweisen. Darüber wollen wir uns mit euch austauschen.

Selbstorganisierte Eltern-Kind-Gruppe

ca. 17:00-18:00 Uhr

World Cafe zu Sorgearbeit im Alltag:

In kleinen Gruppen wollen wir uns austauschen und Ideen entwickeln, wie Sorgearbeit im Alltag uns betrifft, wo Probleme entstehen, was wir brauchen und uns wünschen und wie wir uns organisieren können.
von queer-feministischen Aktivist_innen

ca. 17:30 Uhr

Kundgebungsbeiträge von: Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt:

Racial Profiling gehört zum Alltag vieler nicht weiss-deutsch aussehender Menschen, d.h. Personalkontrollen auf Grund des Aussehens durch die Polizei. Wie können wir uns schützen und welche Rechte gibt es?

Steigende Mieten und Verdrängung! Wer kann sich Wohnen noch leisten?

Ein Pfleger aus der Charité berichtet vom Kampf um Mindestpersonalbesetzung im Krankenhaus. Doppelschichten, Überlastung der Mitarbeiter und frühzeitige sogenannte blutige Entlassungen der Partient_innen gefährden die Gesundheit aller. Gefordert wird eine Quote von 5:1 und für Intensivstationen 2:1 !

18:00 Uhr Abschlussworte: Care Revolution!

Politiker_innen klopfen sich auf die Schulter: aus der Finanzkrise sei das Land gestärkt und ohne größere Blessuren hervorgegangen. Doch auf wessen Kosten gehen die Maßnahmen, die als „Krisenlösungen“ verkauft werden? Und was ist eigentlich mit der Krise der sozialen Reproduktion und der Care-Arbeit?

Wir sagen: Ein gutes Leben für alle Menschen ist im Kapitalismus nicht zu haben. Das wirkt sich auch auf die Bedingungen aus, unter denen Care-Arbeit geleistet wird: Verstärkt durch die Krise nehmen Kürzungen im sozialen Bereich zu. Dagegen bündeln sich unter dem Motto „Care Mob“ oder „Care Revolution“ seit 2 Jahren Initiativen und Aktionen, die auf die permanente Krise im Care-Bereich aufmerksam machen wollen.

Unsichtbare Arbeit muss sichtbar werden: Wer bringt die Kinder zur Kita?

Wer pflegt die kranke Mitbewohnerin? Wer kümmert sich um Opa, kauft ein, wäscht ab, trocknet Tränen und hält die Freund_innen zusammen? Das sind alles Arbeiten, die meist unbezahlt, gering geschätzt und vielfach von Frauen geleistet werden. Aber auch bezahlte Care-Arbeit steht unter einem enormen Druck: Sie soll von möglichst wenigen Beschäftigten in immer kürzerer Zeit und für immer weniger Geld erledigt werden.

Assistenzarbeit, mobile Altenpflege, Kinderbetreuung, Krankenpflege, soziale Arbeit, usw. leiden darunter immens. Dadurch steigen in vielen Bereichen Zeitdruck und Belastungen; soziale Ausschlüsse, Diskriminierungen und Rassismus nehmen zu.

Das muss sich ändern! Deswegen wollen wir den 18.05. nutzen, um uns über die Care-Lücken in unserem eigenen Leben auszutauschen und um über Organisierungsmöglichkeiten und gesellschaftliche Alternativen zu diskutieren.

Workshops – World Cafe – Open Mic – Mitmachausstellung – Vokü – Kinderbetreuung

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care-revolution

Die Aktionskonferenz fand vom 14. – 16. 03. 2014 in Berlin unter Beteiligung von move statt. Wir führten einen Workshop zu Sexarbeit durch und beteiligten uns an der Demo.care-revolution1

 

 

 

 

 

Fotograf: Martin

videoclip: https://vimeo.com/92904959

videoclip: http://www.youtube.com/watch?v=C3k_kjLqVCU

Resolution Care Revolution verabschiedet 16-3-2014

 

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SexarbeiterInnen zeigen Flagge 

und wehren sich gegen pauschale Abwertung und allgemeine Diskriminierung.
Ein erstes Treffen findet statt am 19. und 20. April 2013 in Frankfurt/Main.

Sexarbeiterinnen zeigen Flagge

„Wir sind selbstbewußte, freie Sexworker, die sich bewusst für ihren Beruf entschieden haben und dazu stehen. Wir sind keine Opfer! Wir wollen mitreden, wenn es in den Medien um unsere Arbeit geht, oder in der Politik um Veränderungen, die uns betreffen.“

Pressemitteilung:
Gründung einer Sexarbeiter-Vereinigung

Mit mehr als fünfzig Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern fand am letzten Wochenende die Gründungsveranstaltung einer bundesweiten Vereinigung statt. Das Spektrum der Anwesenden reichte von Wohnungs-, Bordell- und Straßenprostituierten über Escortdamen, Callboys und Tantramasseurinnen bis hin zu Dominas.

Die neue Vereinigung soll die Interessen von Sexarbeiterinnen gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit vertreten. Ein weiteres Anliegen der Vereinigung ist es, ein realistisches Bild von Sexarbeit zu vermitteln.

Anlass der Gründung sind die zahlreichen immer noch vorhandenen gesetzlichen Sonderverordnungen, die Sexarbeiterinnen in ihrer Arbeit behindern. Beispiele sind die Sperrgebietsregelungen und das Werbeverbot. Dazu kommt der lauter werdende Ruf aus Politik und Medien nach einer „Verschärfung des Prostitutionsgesetzes“. Anstatt die Position der Sexarbeiterinnen zu stärken, droht eine deutliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in der Branche.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung beschäftigten sich die Teilnehmer mit den brennendsten Themen rund um die Sexarbeit. Dies waren u.a. die Diskussion um eine Konzessionierung von bordellartigen Betrieben, Professionalisierung sowie bundesweite und internationale Vernetzung.

Der Berufsverband für erotische und sexualle Dienstleistungen (besd) e. V. wurde in Köln am 13. Oktober 2013 gegründet.